Baros Maldives – eine Insel, die mich seit über 30 Jahren begleitet
Manche Inseln besucht man einmal. Andere bleiben für immer im Herzen. Für mich gehört Baros zu diesen ganz besonderen Orten.
Als ich vor über 30 Jahren mit Big Blue Tours begann, gehörte Baros zu den ersten vier Inseln, die ich persönlich ins Programm aufgenommen habe. Damals waren die Malediven noch eine andere Welt. Es gab nur eine überschaubare Anzahl Resorts, vieles war einfacher und ursprünglicher, und Luxus wurde nicht an der Grösse einer Villa oder an spektakulärer Architektur gemessen.
Es ging um etwas anderes: um die Schönheit einer kleinen tropischen Insel, um das Meer, ein intaktes Hausriff, herzliche Menschen und dieses unvergleichliche Gefühl, weit weg vom Alltag angekommen zu sein.
Baros hatte dieses gewisse Etwas schon damals. Und vielleicht liegt genau darin das Geheimnis dieser Insel: Sie hat es bis heute bewahrt.
Eine Insel, die sich treu geblieben ist
In den vergangenen Jahrzehnten haben sich die Malediven enorm verändert. Neue Resorts übertreffen sich mit immer grösseren Villen, spektakulären Restaurants und aussergewöhnlichen Konzepten. Vieles davon ist beeindruckend und hat durchaus seine Berechtigung.
Baros hat einen anderen Weg gewählt.
Natürlich hat sich auch die Insel weiterentwickelt. Villen wurden erneuert, Restaurants modernisiert und der Komfort entspricht heute höchsten Ansprüchen. Doch Baros hat nie versucht, etwas zu sein, das nicht zu dieser Insel passt. Die tropische Vegetation ist üppig und wunderschön, die Wege führen durch dichtes Grün, und immer wieder öffnet sich der Blick auf den weissen Sandstrand und das intensive Blau des Indischen Ozeans. Alles wirkt harmonisch und natürlich gewachsen.
Baros ist elegant, ohne extravagant sein zu müssen. Luxuriös, ohne den Charakter einer kleinen Malediveninsel verloren zu haben.
Eine Auszeichnung, die mich nicht überrascht
Dass Baros 2026 bei den Travel + Leisure World’s Best Awards von den Leserinnen und Lesern zum besten Resort Asiens und zum zweitbesten Resort der Welt gewählt wurde, freut mich ganz besonders.
Nicht nur, weil ich die Insel seit so vielen Jahren kenne, sondern weil diese Auszeichnung etwas bestätigt, das für mich Baros schon lange auszeichnet: Beständigkeit. Baros läuft nicht jedem neuen Trend hinterher. Die Insel entwickelt sich weiter, ohne ihre Identität zu verlieren. In einer Zeit, in der auf den Malediven immer spektakulärere Resorts entstehen, ist genau das eine Qualität, die ich persönlich sehr schätze.
Die kleinen Dinge machen den Unterschied
Was Baros besonders macht, lässt sich nicht allein mit Villenkategorien, Restaurants oder Auszeichnungen erklären.
Es sind oft die kleinen Dinge.
In der Maldivian Lounge erzählen alte Karten, traditionelle Gegenstände und handgefertigte Kunstwerke von der Geschichte und Kultur der Malediven. Mit der «Nooma», einer traditionellen maledivischen Dhoni, können Gäste hinaus aufs Meer fahren und für einen Moment erleben, wie eng das Leben der Malediver seit Generationen mit dem Ozean verbunden ist.
Diese Verbundenheit mit der eigenen Geschichte gefällt mir an Baros besonders gut. Sie wirkt nicht inszeniert, sondern gehört ganz selbstverständlich zur Insel.
Maledivische Küche entdecken
Auch kulinarisch begegnet man dieser Verbundenheit mit den Malediven.
Im Chef’s Garden, eingebettet in die tropische Vegetation der Insel, wachsen Kräuter und Gewürze, die in der lokalen Küche eine wichtige Rolle spielen – darunter scharfe maledivische Chilis und aromatische Pandanblätter.
Beim «Island Infusions»-Erlebnis führt ein Koch durch den Garten und zeigt, wie diese Zutaten in traditionellen Gerichten verwendet werden. Wer die maledivische Küche lieber einfach geniessen möchte, hat beim wöchentlichen Maldivian Night Gelegenheit dazu.
Für mich sind gerade solche Erlebnisse wichtig. Denn die Malediven bestehen aus weit mehr als weissen Stränden und türkisfarbenem Wasser. Wer etwas von der Kultur, den Menschen und ihren Traditionen kennenlernt, nimmt am Ende auch etwas mehr von seiner Reise mit nach Hause.
Vom Strand direkt ans Riff
Und dann ist da natürlich das Meer.
Baros gehört für mich seit jeher zu jenen Inseln, bei denen man keine langen Bootsausflüge unternehmen muss, um die faszinierende Unterwasserwelt der Malediven zu erleben. Das Hausriff liegt direkt vor der Insel. Maske, Schnorchel und Flossen genügen – und schon befindet man sich mitten in einer anderen Welt.
Tropische Fische, Schildkröten und mit etwas Glück Riffhaie begleiten einen entlang der Riffkante. Auch für Taucher ist die Lage im Nord-Malé-Atoll hervorragend, mit zahlreichen bekannten Tauchplätzen in der Umgebung.
Für mich gehört ein gutes Hausriff noch immer zu den wichtigsten Kriterien einer klassischen Malediveninsel. Baros erfüllt diesen Wunsch auf wunderbare Weise.
Die Menschen hinter Baros
Es gibt jedoch etwas, das sich weder renovieren noch neu bauen lässt: echte Gastfreundschaft.
Und vielleicht ist das sogar die grösste Stärke von Baros.
Viele Mitarbeitende sind der Insel seit Jahren verbunden. Stammgäste werden wiedererkannt, persönliche Vorlieben bleiben in Erinnerung, und aus einem herzlichen «Welcome back» wird manchmal tatsächlich das Gefühl, nach Hause zurückzukehren. Wer die Malediven schon länger bereist, weiss, wie wertvoll das ist.
Die schönsten Villen und spektakulärsten Restaurants allein machen noch keine besondere Insel. Am Ende sind es die Menschen, die einem Ort seine Seele geben.
Warum Baros für mich besonders bleibt
Nach über 30 Jahren als Malediven-Spezialist habe ich sehr viele Inseln gesehen. Ich habe erlebt, wie sich die Malediven von einer noch relativ ursprünglichen Destination zu einer der vielfältigsten Luxusdestinationen der Welt entwickelt haben.
Und trotzdem gibt es Inseln, bei denen ich mich jedes Mal freue, wenn ich wieder aus dem Boot steige.
Baros ist eine davon.
Vielleicht hat das auch mit meiner eigenen Geschichte zu tun. Die Insel gehörte zu den ersten Resorts, mit denen ich meinen Weg mit Big Blue Tours begann. Seither hat sich unglaublich viel verändert – auf den Malediven, auf Baros und natürlich auch bei uns.
Doch wenn ich heute wieder auf Baros ankomme, erkenne ich noch immer das, was mich damals begeistert hat.
Eine kleine, wunderschöne Insel. Ein herrliches Hausriff. Viel tropisches Grün. Menschen, die ihre Gäste mit echter Herzlichkeit empfangen. Und eine Atmosphäre, die nicht versucht, einem etwas zu beweisen.
In einer Welt, in der vieles immer grösser, schneller und spektakulärer werden muss, ist Baros für mich der Beweis, dass wahrer Luxus manchmal genau im Gegenteil liegt.
In der Ruhe. In der Beständigkeit. Und in dem wunderbaren Gefühl, an einen Ort zurückzukehren, der einem über all die Jahre vertraut geblieben ist.






